Mittwoch, 25. Januar 2017

Eine Busentorte zum 18. - ACHTUNG nicht ganz jugendfrei #nippelalarm

Ja, wir leben noch! Hier war es nun ja etwas ruhig. Doch, das hatte seinen guten Grund. Unser Julián wurde vor kurzem 18. Er wollte nicht groß feiern...eigentlich....
Doch mit mir als Mutter geht so etwas einfach nicht. Na, wenn er nicht will, dann machen wir das eben ganz im Geheimen und er kommt dann halt einfach dazu. Gesagt getan, und so haben wir alle uns bekannten Freunde, Arbeitskollegen und Verwandten, zu einer Überraschungsparty eingeladen. Dazu  waren 3 Whatsapp-Gruppen, viele geheime Gespräche und wahnsinnig viele Ausreden nötig. Aber es hat sich gelohnt. Er hat bis zum Schluss nicht bemerkt und stand so sprachlos vor ca.50 Personen.

Bei so einer Party, darf dann auch der Geburtstagskuchen nicht fehlen. Um den geht es jetzt.

Ich habe meinem Sohn schon seit meiner ersten Busentorte vorgewarnt, dass er zum 18. auch eine bekommt. Damit man sehen kann wie sie entstanden ist, habe ich es hier in Bildern festgehalten.
Der Kuchen besteht aus 2 Böden. Dafür habe ich folgendes Rezept in doppelter Menge für einen Boden genommen. Also insgesamt 4fach!

Zebrakuchen

300g Mehl
4 Eier
300g Zucker
1 P. Backpulver
1P. Vanillezucker
150g Öl
150g Fanta
ein halbes Fläschchen Vanille-Aroma
etwas Lebensmittelfarbe

Ich nutze hierzu meinen Thermomix und gebe alle Zutaten (bis auf die LM-Farbe) in den Mixtopf, bei Stufe 4, 3 Minuten.
Man kann auch die Küchenmaschine nehmen. Dabei muss man dann darauf achten, dass es keine Klümpchen gibt.

Da ich für die große Backform sowieso 2x Teig machen muss, gebe ich etwas LM-Farbe in den 2.Teig.

Nun kleckse ich abwechselnd Teig in meine Form. Immer  in den vorherigen Klecks. So entsteht das Zebramuster.





Mit einem Schaschlik-Stab habe ich hier noch das Ganze etwas marmoriert.

Die Form kommt dann bei 180 C° Ober/Unterhitze in den vorgeheizten Backofen. Nach 50 min teste ich mit einem Holzstäbchen ob er innen noch feucht ist. Wenn nicht dann raus damit.


Warum Zebrakuchen / Fantakuchen: Dieser Kuchen trocknet nicht so schnell aus. Da die Motivtorten bei mir immer recht groß werden, bleibt auch meisten etwas übrig. Dieser Kuchen schmeckt auch ein paar Tage später noch. 


Jetzt noch eine Ganache zum einkleiden herstellen. Wie das funktioniert findet ihr unter: Ganache. Für diese Torte mussten 12 Tafeln Schokolade dran glauben!

Um einen halbwegs gleichmäßigen Kuchen zu erhalten, schneide ich den einen Boden oben gerade.
Alles was bei diesem Kuchen weggeschnitten wird, brauche ich später für die Brüste.

Zwischen beide Böden kommt eine Schicht Ganache.


Damit beide Seiten der Torte symmetrisch werden, fertige ich mir aus Pappe eine Schablone....


...und schneide so den Umriss.

Mit dem "Abfallkuchen" stelle ich jetzt eine Masse her, aus der ich dann die Brüste formen kann. Dazu brösel ich alles klein und gebe etwas Quark und Marmelade hinzu.
Nur soviel, damit sich die Kuchenmasse gut verbindet, aber nicht pampig wird.

Jetzt kommt der "künstlerische Teil". Die Brüste werden geformt. Möglicht gleichmäßig.
dabei ist auch zu beachten, dass nicht einfach nur 2 Bälle drauf gesetzt werden, sondern die Übergänge angepasst werden.



Als nächstes kommt die Ganache zum Zug. Mit ihr wird der ganze Torso bestrichen. Dieses Mal stand ich,
durch das "heimlich", etwas unter Zeitdruck und so hat die Gute etwas Orangenhaut. Dies kann durch sauberes Einstreichen vermieden werden. Mit der Ganache können und müssen alle Unebenheiten beseitigt werden, da sie die Grundlage für den Fondant ist.

 Den weißen Fondant hatte ich noch von der Kreativ-Messe.
Er war in der Goodie-Bag und ein Geschenk der cake-company.de.
Hier zu auch eine kleine Anmerkung: Ich habe bislang immer meinen Lieblingsfondant genommen, da es hier große Qualitätsunterschiede geben kann. Aber dieser hat sich genauso gut verarbeiten lassen.

Für die Busentorte muss eine sehr große Fläche ausgerollt werden.
Hierfür habe ich eigentlich ein extra großes Wellholz. Leider ist es seit dem Umräumen des Bastelzimmers verschwunden. Doch Not macht erfinderisch! Ich hatte noch ein höhenverstellbares Tischbein von IKEA. Damit ließ sich der Fondant wunderbar ausrollen und ist somit ein echter Sparfuchstipp! ;)

Das Einkleiden ist nicht ganz einfach und auch mir sind so kleinere Schönheitsfehler entstanden. Doch die Dame bekommt ja noch was zum Anziehen, daher ist es nicht wirklich dramatisch.

Wo Nippel sein sollen, müssen auch welche hin:












Jetzt noch anziehen und das Tattoo mit Lebensmittlfarbe, die ich mit etwas Korn verdünnt habe auftragen.

Fertig!

...und ja, ich denke ein bisschen hat sich das Geburtstagskind gefreut. ;)


Liebe Grüße,

Anja

Kommentare:

  1. ach Anja, wie herrlich ��
    Alles Gute nachträglich Dir und Deinem "Großem"

    ��Liche Grüße
    Sonja

    PS: lieber Orangenhaut, als gar kein Profil ��

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    1. Danke, Sonja! Mit der Orangenhaut gebe ich Dir natürlich vollkommen rech! :D

      Liebe Grüße zurück!!

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